LET MY PUPPETS COME (USA 1976)

 

Schon auf Grund seiner Einzigartigkeit verdient dieser Film besondere Erwähnung. Oder kennen Sie einen Puppenfilm in dem die Puppen nicht nur tanzen, sondern auch fröhlich vögeln und ejakulieren? Nee, sowas gab es bislang noch nicht und natürlich ist die Frage erlaubt, ob irgendjemand einen solchen Film vermisst hat. Wahrscheinlich nicht, doch das war Gerard Damiano egal und so drehte er einfach diesen auch auf Grund seiner geringen Länge von 40 Minuten nicht unbedingt abendfüllenden, doch sehr lustigen Puppenporno, der sich sehr gut eignet als Vorfilm für die großen Klassiker Damianos The Devil in Miss Jones, The Satisfieres Of Alpha Blue oder Memories Within Miss Aggie. In dieser Konstellation sorgt LET MY PUPPETS COME auf sicher für einen originellen Pornofilmabend.

Der Plot des Films ist denkbar einfach und amüsant. Die Chefcrew einer Firma wird von einem fiesen Mafiosi bedrängt binnen 24 Stunden Schulden in Höhe von 500.000 $ zurückzuzahlen. Um schnell an das Geld zu kommen, entschließen sich die Herren in Windeseile einen Pornofilm zu drehen und diesen ebenfalls in Windeseile zu vermarkten. Was folgt, sind niedliche und turbulente Sexszenen die jeder Beschreibung spotten. Trotzdem der Versuch: Also da verwöhnt eine Head-Nurse (!) einen im Sterben liegenden Patienten mit dem Mund und erfüllt ihm damit seinen letzten Wunsch, ein singender Riesenpenis treibt allerlei Unfug, Pinocchio hat auch einen Auftritt usw.

Nachdem die Schuldner die Dreharbeiten beendet haben, stellen sie fest, dass sie vergessen haben einen richtigen Schluss zu drehen. Die Lösung: Die Mitte des Films wird zum Ende und die jetzt offene Mitte wird mit Werbefilmchen gefüllt. Also müssen jetzt Werbefilmchen her, die zum Konzept des Films passen und so werden schließlich pornografische Commercials gedreht. Ein Film empfiehlt Mundwasser, welches sich für die Zeit nach einem Blowjob eignen soll. Und so weiter und sofort.

Am Ende gewinnt der Film sogar als erster Pornostreifen einen Oscar, womit Gerad Damiano wohl darauf anspielt, dass er mit seinen Filmen sehr gerne auch mal einen Preis gewonnen hätte, der außerhalb der Pornobusiness verliehen wird. Soweit kam es bis heute leider nie, doch für die Redaktion von pornoklassiker.de steht fest, dass er eine solche Auszeichnung verdient hätte und dass sein Name untrennbar mit der originellsten Pornofilmen der siebziger Jahre verbunden ist.

Regie: Gerard Damiano

Darsteller/Innen: Al Goldstein, Gerard Damiano, Luis De Jesus, Viju Krem und viele coole Puppen.

Laufzeit: 40 Minuten

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